Besuch einer Schule in Galama

Veröffentlicht am 30. Juli 2026 um 19:12

Wer weise ist, der hört zu und wächst an Weisheit.

Sprüche 1,5

Heute haben wir gemeinsam mit unseren Kindern die Happy Hills Primary School in Galama besucht. Dort haben wir ein Patenkind in der fünften Klasse und Alex kennt den Head Teacher Ambrose schon seit längerer Zeit.

Neben dem Schulbesuch wollten wir auch 100 kg Reis als Lebensmittelspende von unserem Verein vorbeibringen. Denn die Kinder bekommen zum Frühstück Porridge (aus Maismehl) und zum Mittagessen Posho (ebenfalls aus Maismehl) mit Bohnen. Andere Lebensmittel wie Obst oder Gemüse gibt es nur äußerst selten. Bereits am Vortag waren wir in Jinja einkaufen, wo wir den Reis und zusätzlich noch 20 kg Salz besorgt hatten.

Vor Ort trafen wir uns mit Ambrose, der uns Alan, den Projektleiter der Schule, vorstellte. Gemeinsam sprachen wir über die Herausforderungen, mit denen die Schule täglich konfrontiert ist. Sie wird durch einige wenige Patenschaften unterstützt. Die Eltern bezahlen – wenn überhaupt – nur wenig Schulgeld, häufig in Form von Naturalien. Viele Familien haben zudem ihre wichtigste Einnahmequelle verloren, nachdem die Regierung die Fischerei am Viktoriasee stark reglementiert hat, um die Überfischung einzudämmen.

Wir fragten auch nach anderen Lebensmitteln, zum Beispiel Eiern. Diese gibt es an der Schule so gut wie nie, und auch zu Hause bekommen die Kinder nur sehr selten welche. Deshalb beschlossen wir spontan, jedem Kind ein Ei zu ermöglichen.

Beim Besuch der Klassen – jede begrüßte uns herzlich, die Kinder sangen ein Lied oder trugen ein Gedicht vor – stellte Alan den Kindern eine einfache Frage: Wer hat in dieser Woche (es war Donnerstag) schon ein Ei gegessen? Von 35 Kindern hob nur eines die Hand.Klicke hier, um einen Text zu schreiben.

Auch die Lehrer stehen vor großen Herausforderungen. Manche können sich nicht einmal ein Boda Boda leisten, das sie täglich in ihr etwa zehn Kilometer entferntes Heimatdorf bringt. Deshalb fahren sie oft nur am Wochenende nach Hause. Besonders schwierig ist es, wenn Kinder krank werden. Die Lehrer wissen genau: Schicken sie ein Kind nach Hause, wird es wahrscheinlich keinen Arzt aufsuchen, weil die Familie sich die Behandlung nicht leisten kann. Es ist manchmal kaum vorstellbar, wie anders das Leben in Uganda ist.

Trotz all dieser Herausforderungen setzen sich die Lehrer mit großem Engagement für die Kinder ein und leisten eine beeindruckende Arbeit, um ihnen eine Zukunftsperspektive zu geben. Und zumindest gab es am Freitag einmal etwas anderes als Posho oder Porridge.

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