Monatelang wurde geplant, organisiert, gesammelt und gebetet – sowohl in Österreich, Deutschland als auch in Uganda. Anfang 2026 war unser Ziel, 500 Taschen zu verteilen. Dank der Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender konnte dieses Ziel auch verwirklicht werden. Zwar nicht genauso, wie wir es geplant hatten, aber …
Vorbereitungen
Schon Wochen vor unserer Reise liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Dieses Mal ist Alex mit seiner ganzen Familie gereist. Die Planung war entsprechend aufwändiger und immer wieder passierten Dinge, die den Ablauf hätten stören können: mehrmalige Flugplanänderungen, ausgebuchte Unterkünfte, der Krieg im Iran und schließlich der Ebola-Ausbruch im Kongo, der auch Auswirkungen auf Uganda hatte. Doch Gott sei Dank (!) hat alles geklappt.
Schon im März begannen wir gemeinsam mit unserem Freund Godfrey, der unser „man on the ground“ in Uganda ist, mit der Organisation. Es wurden Taschen genäht und bedruckt, Kleidung bei ugandischen Schneidern angefertigt, Bibeln besorgt und viele Lebensmittel eingekauft.
Das Ziel unseres Vereins ist es nicht nur, Familien zu unterstützen, sondern gleichzeitig auch Händlern, Farmern, Schneidern und anderen Kleinunternehmern vor Ort Arbeit zu geben. Deshalb kaufen wir alles direkt in Uganda ein.
Erste Verteilaktion bei Kasese
Eine Woche nach unserer Ankunft machten wir uns auf den Weg nach Njamuamba East bei Kasese im Westen Ugandas, wo wir den ersten Teil der Taschen verteilen wollten. Dort begann die eigentliche Arbeit. Viele Kinder warteten bereits gespannt. DJ Sky sorgte für ein schönes – und lautstarkes – Vorprogramm.
Währenddessen wurden gemeinsam mit vielen Helfern hunderte Taschen gepackt. Reis, Bohnen, Maismehl, Zucker, Seife, Kleidung, Bibeln und weitere Dinge des täglichen Bedarfs fanden ihren Platz.
Wie schon in den vergangenen Jahren war das Verteilen weit mehr als das Überreichen einer Tasche. Nach einer kleinen Stärkung gingen wir zusammen mit den Kindern zum Fußballplatz der nahegelegenen Schule, um gemeinsam zu spielen. Nach dem Spiel gab es für alle Traubenzucker als kleine Stärkung.
Einige Kinder und Eltern berichteten dem Publikum von ihren Erfahrungen mit „The Bag“. Besonders gefreut hat uns, dass bei manchen Familien die Bibel inzwischen einen festen Platz im Alltag gefunden hat und gemeinsam darin gelesen wird. Auch der Chairman sprach einige Worte des Dankes.
Danach durften wir die Taschen verteilen: Zuerst die Refills – insgesamt 90! – für Taschen aus den Vorjahren, die die Kinder zurückgebracht hatten. Diese waren mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln gefüllt. Anschließend gaben wir 230 neue Taschen an weitere Kinder aus, was zum Teil leider etwas ungeordnet ablief.
Birgit, Doreen, eine Lehrerin, und Beatrice, eine Hebamme, hatten sich parallel 25 Mädchen im Teenageralter geschnappt und mit ihnen über Monatshygiene und Teenagerschwangerschaften gesprochen. Diese kleine Aktion war sehr wertvoll und ist absolut notwendig. Für die kommenden Jahre wollen wir dieses Angebot daher beibehalten.
Ich denke, für viele Familien war nicht nur die praktische Hilfe wichtig, sondern auch das Gefühl, gesehen und nicht vergessen zu sein.
Das Team in Njamuamba East
Wir verteilen Taschen bei Fort Portal
Einige Tage später führte uns unsere Reise weiter nach Nkimbiri nahe Fort Portal. Auch dort warteten zahlreiche Familien auf uns. Für den Transport der Waren von Kasese zu diesem Ort mussten wir eigens einen großen Pickup anheuern, da das gesamte Material keinen Platz in unserem Safaribus hatte.
Nach der Begrüßung durch den Chairman und einigen Worten von uns, Eltern und Kindern konnten wir insgesamt 50 Refills und 120 neue Taschen ausgeben. Außerdem waren noch genügend Sachen übrig, um weiteren Kindern etwas mitzugeben.
Damit haben wir zwar nicht die geplanten 500 neuen Taschen erreicht, konnten aber insgesamt 350 neue Taschen und 140 Refills verteilen und damit sehr vielen Familien helfen. Zusammen mit den zusätzlich ausgegebenen Lebensmitteln konnten wir unser Ziel, 500 Familien zu erreichen, trotzdem verwirklichen.
Wir sind sehr dankbar!
Wenn wir auf die Wochen in Uganda zurückblicken, erfüllt uns vor allem Dankbarkeit. Dankbarkeit gegenüber Gott, der Türen geöffnet, uns bewahrt und uns immer wieder versorgt hat. Dankbarkeit gegenüber allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mit ihren Spenden, ihren Gebeten und ihrer Ermutigung dieses Projekt überhaupt möglich gemacht haben. Und Dankbarkeit gegenüber den vielen Menschen in Uganda, die uns mit ihrer Gastfreundschaft, ihrer Freude und ihrem tiefen Glauben beschenkt haben.
Uns wurde erneut bewusst, wie wichtig gute Partnerschaften vor Ort sind. Ohne unsere ugandischen Freunde wäre ein Projekt dieser Größenordnung nicht möglich.
Von Herzen: Danke! Ohne euch wären diese (fast) 500 Taschen und die damit verbundene Hilfe für die Familien niemals möglich gewesen.
Herzliche Grüße
Alex
Der Bericht als PDF zum Weiterschicken:
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